Optimieren Sie Ihre Weihnachtsgeschäfte im Weihnachts-Online-Shop

Von: Adam Walsh
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Wir leben heute in einer digitalen Welt. Dieser Trend hatte sich bereits zunehmend abgezeichnet, wurde aber urplötzlich drastisch beschleunigt, als mehr Menschen als jemals zuvor begannen, von zu Hause aus zu leben, zu arbeiten und zu lernen, manchmal sogar ausschließlich. Nun da die Weihnachtssaison unmittelbar bevorsteht, sehen sich Marken daher mit einer wichtigen Frage konfrontiert: Wie können wir eine Weihnachtssaison überleben, die ausschließlich im Internet stattfindet?

Um hierauf Antworten zu finden, stellten wir diese Frage unserer Expertengruppe in der letzten Folge unserer Reihe Ungewissheit in Möglichkeiten verwandeln. Unser virtuelles Event wurde von Akeneo gesponsert. Zu den Sprechern gehörten:

  • Ali Hanyaloglu, Head of Global Product Marketing, Akeneo
  • Angus Cormie, Ecommerce Director, Lenovo
  • Adam Walsh, Senior Director, Customer Success Management, Digital River
  • Mike French, Vice President, Partnerships and Alliances, Digital River

Hier nun einige der wichtigsten Einsichten, die unsere Expertengruppe mit uns teilte, um Firmen zu helfen, sich auf eine speziell auf das Online-Shopping ausgerichtete Weihnachtssaison (und somit auf die Zukunft) vorzubereiten und auch noch erfolgreich zu sein.

Online-Verkäufe haben dramatisch zugenommen

Die Zahlen sprechen für sich:

  • Online-Verkäufe erreichten am US-amerikanischen Memorial Day 2020 einen Umsatz von 3,5 Mrd. $, was einem Wachstum im Jahresvergleich von 75 % entspricht.
  • Der Cyber Monday 2019 ging als stärkster Online-Einkaufstag in die Geschichte ein, als Online-Ausgaben einen Anstieg von 20 % verzeichneten.
  • Der Online-Umsatz im April und Mai 2020 stieg gegenüber der Weihnachtssaison des letzten Jahres um 7 %.

„Der E-Commerce ist zur neuen Normalität geworden“, sagte Walsh. „Kunden fühlen sich mehr und mehr nicht länger wohl, im Laden einkaufen zu gehen und wenden sich daher dem Online-Shopping zu.“

Zusätzlich hat das neue Leben und Arbeiten von zu Hause aus viele Menschen dazu animiert, Ihren Arbeitsplatz zu modernisieren, was zu einem hektischen anorganischen Wachstum geführt hat.

Es wird erwartet, dass die aktuelle, durch die COVID-19-Pandemie geprägte Marktlage noch lange nachwirken und hinsichtlich Kundenerwartungen eine neue Normalität schaffen wird. Zugleich sagten unsere Experten voraus, dass die Verkaufszahlen mit Abflauen der Pandemie nicht dramatisch sinken werden. Die Online-Shopping-Gewohnheiten vieler Verbraucher scheinen zu bleiben.

Neue Online-Shopper zu unterstützen ist wichtig

Auch wenn die bloße Anzahl der Online-Shopper dramatisch zugenommen hat ‒ nicht alle Käufer wollen Teil des Trends sein oder stehen ihm sogar skeptisch gegenüber.

„Wir erleben eine enorme Steigerung bei neuen Online-Käufern“, so Cormie. „Viele von ihnen kaufen neue Produkte, damit sie von zu Hause aus arbeiten und lernen können, und erwarten, diese Produkte schnell in den Hände zu halten.“

Unsere Gäste stimmten darin überein, dass die Erwartungen und Bedürfnisse von Käufern aufgrund der Pandemie zugenommen hätten. Menschen wollen schnell an Produkte gelangen, um die neuen Belastungen, die die neue Lebensweise mit sich gebracht hat, zu lindern. Unternehmen, die es versäumen, Lieferungen mit der notwendigen Geschwindigkeit und den erwarteten Erlebnissen zu liefern, laufen das Risiko, den Ruf ihrer Marke zu schädigen und neue Kunden zu verlieren.

Statt sich auf Schnäppchen-Seiten und Sonderangebote zu konzentrieren, die nur die neuesten und besten Produkte anpreisen, sollten Marken den Schwerpunkt darauf legen, Artikel zu bewerben, die unmittelbare Bedürfnisse decken und diese so schnell wie möglich versenden, so unsere Experten.

Das Produkterlebnis online nachempfinden

Was kann man für Kunden tun, die es vermissen, ein Produkt vor dem Kauf in den Händen zu halten? Produktinformationen sind der Schlüssel. Doch, wie Hanyaloglu ausführte, müssen diese eindeutig und präzise sein. Außerdem müssen sie, was wenig überraschend ist, auf dem neuesten Stand und vollständig sein. Die Diskussionsteilnehmer stimmten darin überein, dass sie alle bereits Produktseiten gesehen hätten, die im Abschnitt mit den Produktbeschreibungen Standardtext wie „Beschreibung hier einfügen“ enthalten. Diese unausgefüllten Bereiche können die Kundengewinnung negativ beeinflussen und einem Unternehmen Umsätze kosten.

Einige Marken achten in dieser digitalen Welt nicht nur auf überlegene Produktinformationen, sondern nutzen auch Videos von Kunden, die mit ihren Produkten interagieren, oder längere Video-Demos, um ihre Produkte in einer durch Ferne gekennzeichneten Einkaufsumgebung besser vorstellen zu können. Beides kann sich auf Käufer, die nur online einkaufen, positiv auswirken und die Konversionsrate steigern.

Ein höheres Weihnachtsvolumen im großen Maßstab angehen

Eine Weihnachtssaison mit einem möglicherweise beispiellosen Online-Volumen kann eine enorme Belastung für die Logistik, den Kundenservice, den Lagerbestand und die Produktinformationsteams eines Unternehmens darstellen. Wie lässt sich diese Herausforderung in solch einem großen Umfang angehen?

Eines der besten Dinge, die Unternehmen laut Hanyaloglu tun können, ist, ihre Daten in ein Produktinformationsmanagement-System (PIM) zu überführen. So können altmodische Excel-Tabellen und die von vielen Unternehmen noch genutzten gedruckten Broschüren ersetzt werden. Ein PIM-System schafft eine einzige Datenquelle (Single Point of Truth) für sämtliche Produkte in Ihrem Katalog, was es Ihnen ermöglicht, die Genauigkeit jedes Eintrags zu überprüfen. Zudem können Ihre Teams leichter neue Produkte entwickeln und verkaufen und dank Automatisierung Informationen überprüfen.

„Ein modernes PIM-System als zentrale Anlaufstelle für Produktdaten zu haben, erlaubt es Ihnen, sämtliche Produktinformationen über Ihre E-Commerce-Website zu nutzen und unterstützt eine erfolgreiche Multichannel-Marketing-Strategie. Sie können sogar Broschüren drucken“, so Hanyaloglu.

Ein nahtloses Kundenerlebnis schaffen

Wie erzielt man über die Weihnachtssaison ein nahtloses Kundenerlebnis? Die Antwort: Man entwickelt eine erfolgreiche E-Commerce-Marketing-Strategie.

„Sie möchten, dass das Online-Shopping-Erlebnis das widerspiegelt, wofür Ihre Marke steht“, sagte Cormie. „Dies erfordert einen riesigen Planungs- und Vorbereitungsaufwand, insbesondere für die Weihnachtssaison.“

Um solch ein Erlebnis effektiv zu planen, muss Ihr Team nicht nur an Ihre Marke denken und an die Botschaft, die vermittelt werden soll, sondern auch was die Erwartungen an die folgenden Bereiche sind:

  • IT-Team: Schnelle Ladezeiten für Daten und Webseiten sind unerlässlich, um geschäftlich erfolgreich zu sein. Zusätzlich muss berücksichtigt werden, wie Produkte auf der Website im Vergleich zu anderen Kanälen aussehen.
  • Logistik: Viele Unternehmen sehen sich angesichts höherer Volumen vor Herausforderungen gestellt. Andere müssen bereits Störungen, die durch die Pandemie verursacht wurden, bewältigen. Ihre Lieferkette so zu planen, dass Sie für jede Eventualität gerüstet sind, kann vor diesen Problemen schützen.
  • Bestand: Viele Unternehmen, die physische Waren verkaufen, verfügen nur über einen begrenzten Lagerbestand. Zu Beginn der Werbeaktionen in der Weihnachtszeit stehen daher einige schwierige Diskussionen bzgl. des Standorts von Lagerbeständen an. Wird der gesamte Lagerbestand am strategisch wichtigsten Lagerstandort vorgehalten? Wie viel wird an Partner verkauft? Wie viel wird für den eigenen Verkauf zurückbehalten?

Um Pläne zu erstellen, die einige dieser Fragen beantworten können, müssen viele Gespräche mit vielen internen (und voraussichtlich auch externen) Interessengruppen geführt werden. Und mit diesen Gesprächen muss jetzt begonnen werden.

Führen Sie frühzeitig Gespräche mit jeder Ihrer Schlüsselgruppen und erarbeiten Sie sich einen Vorsprung bei der Planung. Dies wird Ihnen helfen, eine Ausgangsbasis für Entscheidungen aufzustellen und wirklich zu verstehen, wie jeder Aspekt Ihres Plans mit dem nächsten funktioniert. Darüber hinaus müssen Sie für die Weihnachtssaison auch über Notfallpläne verfügen, für den Fall, dass die Dinge nicht wie geplant laufen.

„Seien Sie bereit, die Strategie zu ändern, wenn etwas nicht wie geplant oder gewünscht läuft“, meinte Cormie. „Sie müssen dazu Alternativen parat haben. Das Wichtigste ist also, zu planen, zu planen und zu planen. Aber: Gönnen Sie sich auch ein wenig Spaß. Black Friday und Cyber Monday bedeuten enorme Anstrengungen. Machen Sie sie also zu zwei Events, auf die sich Ihre Mitarbeiter freuen und bieten Sie so zu dem Stress einen Ausgleich.“

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