Steuergesetze im E-Commerce beim Eintritt in neue Märkte

Von: Troy Peck
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Steuern im E-Commerce-Bereich sind gelinde gesagt komplex. Das Berechnen, Einziehen, Melden und Abführen von Steuern für ein weltweites Unternehmen ist kompliziert und zeitaufwendig. Regeln ändern sich ständig, variieren von Land zu Land und Fehler können kostspielig sein. Sind Sie so aufgestellt, dass Sie beim Eintritt in neue Märkte Feinheiten wie Mehrwertsteuer, Befreiungen und digitale Steuern bewältigen können? Allein der Gedanke daran kann überwältigend sein, doch es gibt gute Nachrichten: Sie sind nicht allein, und Sie haben Optionen.

Wir brachten als Teil unserer Reihe Schlüssel zum Handel eine Expertengruppe zusammen, um zu diskutieren, wie Unternehmen die Komplexität der Verwaltung internationaler Steuern vereinfachen können. Das Live-Event wurde von Silk Software gesponsert. Zu den Sprechern gehörten:

  • Dong Xu, CEO | Silk Software
  • Sean Brodie, Partner, Indirect Tax | PwC Ireland
  • Troy Peck, Principal Product Manager | Digital River
  • Jason Nyhus, Senior VP Sales and Partnerships | Digital River

Hier die wichtigsten Einsichten in das Steuermanagement im E-Commerce, wenn in weltweite Märkte verkauft wird:

Tempo der Veränderungen bringt Herausforderungen

Steuern stellen für Marken, die die Absicht haben, neue Märkte zu erschließen, eine Herausforderung dar. Die vielleicht größte Herausforderung ist wahrscheinlich einfach, wie schnell sich Dinge ändern können. Der E-Commerce hat weltweit explosionsartig zugenommen. Regierungen tun sich schwer damit, mit dieser Entwicklung mitzuhalten und eine Steuerpolitik und Mechanismen zur Steuererhebung zu entwickeln, die zugleich lokale Firmen wettbewerbsfähig halten und kritischen Umsatz erfassen. Doch selbst das ändert sich.

„Technologie versetzt Steuerbehörden in die Lage, mit dem Tempo der Veränderungen mitzuhalten“, sagt Sean Brodie. „Sie hat ihnen die Möglichkeit gegeben, Informationen auf Transaktionsebene und in Echtzeit verlangen zu können.“

Brodie sagt voraus, dass in den nächsten zehn Jahren gegenüber nahezu jeder Steuerbehörde in irgendeiner Form eine Meldepflicht in Echtzeit bestehen wird. Behörden werden zudem die Möglichkeit haben, das Finanzsystem von Unternehmen anzuzapfen, um Informationen auf Echtzeit-Basis zu sammeln. Marktführer im Bereich Steuern müssen daher darauf vorbereitet sein, neu aufkommende lokale Steuersysteme zu integrieren, um Meldestandards in Echtzeit erfüllen zu können.

Das Problem jedoch ist, dass derzeit nichts standardisiert ist. Jede Steuerbehörde verfügt über ihr eigenes System und schlägt ihre eigene Richtung ein. Es liegt bei den Marken, in jedem Markt, in dem sie tätig sind, den Überblick über diese Veränderungen nicht zu verlieren. Oder andernfalls das Risiko schwerwiegender Folgen einzugehen.

Vorausplanen ist unabdingbar

Einige der attraktivsten globalen Märkte (wie Brasilien, Russland u. a.) sind hinsichtlich Steuern im E-Commerce auch die kompliziertesten. Marken, die eine erfolgreiche grenzüberschreitende E-Commerce-Strategie entwickeln wollen, müssen angesichts der derzeitigen Komplexität sowie der Tatsache, dass sich Steuergesetze fortlaufend verändern, Steuern in ihrer Markteinführungsstrategie Priorität einräumen.

Dong Xu von Silk Software wies darauf hin, dass er bereits zahlreiche Unternehmen erlebt hätte, deren neuen Marktinitiativen sich verzögert hätten, da zu Beginn der Fokus nicht genügend auf Steuern gelegen hätte.

„Es muss vom ersten Tag an eine klare Strategie geben, wie mit Steuern umgegangen werden soll. Sie kann nicht einfach nur als Anhängsel betrachtet werden“, so Xu. „Wenn Sie über engagierte Leute oder externe Sachverständige verfügen und frühzeitig einen Plan haben, verbessern Sie Ihre Chancen, das Thema Steuern zu bewältigen.“

Xu sagte, er würde vielen Klienten von Silk den Rat geben, Steuerfragen nachzugehen, sobald sie einen Markt identifiziert hätten, in dem sie Fuß fassen wollen. Die Komplexität globaler Steuerbelange bedeute, dass die Entwicklung einer erfolgreichen Strategie nicht allein mittleren Führungskräften überlassen werden könne. Sie brauche die Zustimmung mehrerer Akteure auf allen Ebenen, um sicherzugehen, dass das Steuersystem, die Preisstrategie und selbst die Produktentwicklung unter Beachtung steuerlicher Auswirkungen ausgerichtet ist.

Partnerschaften mindern das Risiko

Unsere Expertengruppe stimmte generell darin überein, dass, außer wenn bereits ein extrem starkes und erfahrenes internes Steuerteam vorhanden ist, internationale Steuergesetze zu komplex sind, als dass sich diese Investitionen für die meisten Unternehmen rechtfertigen ließen. Anders gesagt: Führende Unternehmen sollten in Betracht ziehen, außerhalb des Unternehmens nach einem Partner zu suchen, der auf diesem Gebiet Orientierungshilfe geben an.

Partnerschaften mit erfahrenen Firmen entlasten Ihr Team, sich verändernde Steuergesetze verstehen und auslegen zu müssen und bzgl. Steuergesetzen auf dem neuesten Stand zu bleiben. So haben Sie Ressourcen, die Sie an anderer Stelle besser nutzen können. Und nicht nur das: Partnerschaften können für Marken, die in neue Märkte verkaufen, das Risiko mindern.

In dem Maße, wie Länder reifere Steuersysteme entwickeln, werden sie in der Lage sein, Steuerdaten zu hinterfragen und mit Daten eines anderen Landes nach internationalen Verträgen und Datenaustauschvereinbarungen abzugleichen. Wenn Sie zum Beispiel in ein EU-Land verkaufen und dieses Land diese Daten dann mit Ihren Unterlagen in einem anderen EU-Land vergleicht und dabei auf Unstimmigkeiten stößt, können Ihnen empfindliche Strafen auferlegt werden.

Um Ihr Unternehmen vor drohenden Steuerlasten zu schützen, empfehlen unsere Experten, einen Partner zu finden, der über die notwendige Infrastruktur verfügt, um Steuern in vielen Ländern und Regionen präzise zu verwalten. Damit können Sie darauf vertrauen, dass Ihr Unternehmen über alle Märkte hinweg konform ist.

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Um mehr darüber zu erfahren, wie Digital River Ihrer Marke bei der Expansion in neue Märkte helfen kann, wenden Sie sich noch heute an uns.